Gründerzeit

1821 bis 1917 n.Chr. (Familie Montenuovo)
Fürst Wilhelm Albrecht von Montenuovo, geboren am 9. August 1821 Salagrande bei Parma (Italien), ab 1864 Günstling der Toreador, verstorben am 7. April 1895 in Wien. War General und stammte aus der Verbindung von Erzherzogin Marie Louise, Herzogin von Parma, mit A. A. Graf Neipperg. Zeichnete sich 1848 bei den Bürgeraufständen besonders aus. Vater von Fürst Alfred von Montenuovo, seinerseits geboren am 16. September 1854 in Wien, gestorben am 6. September 1927 in Ebenda. Der Fürst war Hofbeamter und ab 1898 im Dienst des Kaiserhofs, ab 1909 1. Obersthofmeister, entschiedener Gegner des Thronfolgers Franz Ferdinand, 1917 von Kaiser Karl I. entlassen. Obwohl die Montenuovos den Toreador treu gegenüber standen erlaubte der Erz-Fürst (Ventrue) aus politischen Gründen den Schritt zur Vampirwerdung nicht. Der Clan Toreador erwarb das Palais Montenuovo in der Josefsgasse 12, im 8. Wiener Gemeindebezirk, in dem sich heute das „Vienna's English Theatre“ befindet.

1848 n.Chr.Revolution in Wien
Angesichts der Forderung nach einer demokratischen Verfassung war die Erschütterung durch die französische Februarrevolution 1848 in Österreich besonders stark. Am 13. März brach in Wien die Märzrevolution aus, die den Sturz Metternichs (Ventrue Günstling) erzwang. Am 7. März 1849 wurde der Reichstag aufgelöst und von Kaiser Franz Joseph I., der nach dem Rücktritt seines Onkels Ferdinand I. am 2. Dezember den Thron bestiegen hatte, eine neue, zentralistische, auf dem Boden des monarchischen Prinzips stehende Verfassung oktroyiert. Der Auflösung des Reichstags folgten keinerlei revolutionäre Aktionen. Zu einer solchen kam es lediglich im Mai 1849 in Prag, sie blieb jedoch isoliert und wurde rasch niedergeschlagen. Mit der Kapitulation in Ungarn und Venedig im August und September 1849 endete die Revolution in Österreich endgültig.
Mit der Machtübernahme von Kaiser Franz Josef endete die Revolution so plötzlich das in so manchen Vampir Kreisen vermutet wird das die Revolution nichts anderes als eine Clansinterne Intrige des Clans Ventrue war die Hunderte Tote forderte. Es ging angeblich einzig und alleine um eine Machtumschichtung im Clan selbst.

Mortal Familiars
Erst 1848, in den Wirren der Revolution, wird unter den Kainiten bekannt was der Clan Nosferatu schon immer angenommen hat, es gibt “Mortal Familiars“ des Clan Ventrue. Das Um und Auf eines erfolgreichen Ventrue sind seine „Mortal Familiars“ oder auch sterbliche Handlanger. Es wäre für einen Ventrue nicht zu bewerkstelligen, ein dichtes Netz an Informanten und Gehilfen zu dirigieren, wenn er nicht seine „Mortal Familiars“ hätte. Diese Menschen, die ganz unten auf der Pyramide aufscheinen, wissen teilweise nicht einmal, dass sie für einen Vampir arbeiten. Diese „Mortal Familiars“ werden ausschließlich von den Ghulen des Ventrue befehligt, wobei der Ghul die Rolle des Ansprechpartners und Boss einnimmt. So kann ein „Mortal Familiar“, wenn er zu Aussagen gezwungen wird oder von anderen Vampiren die Gedanken gelesen bekommt, keine Geheimnisse ausplaudern. Ist ein Ventrue in einer Domäne, so beginnt er über seine Ghule ein Netz an Informanten und Handlangern aufzubauen. Diese sind meistens Polizisten, Postboten, Verwaltungsbeamte, sitzen in der Stadtverwaltung oder sind Fahrer eines Roten Kreuz Rettungswagen. Gerne werden auch Ärzte in Spitälern, wie Pathologen oder Schwestern in der Aufnahme, zum „Mortal Familiar“ gemacht. Es handelt sich aber immer um ganz normale Menschen die „Mortal Familiars“ werden, sie sind an der Basis, haben keine Aufregenden Jobs, können aber nützliche Informationen bringen und so manches schon im Vorfeld vertuschen oder umlenken.

1849 n.Chr.Das Arsenal
In Wien 3 wird als Folge der Revolution von 1848 in den Jahren 1849-56 eine militärische Anlage errichtet. (Während der beiden Weltkriege diente das Arsenal als Kaserne und   Waffenfabrik.)

7. März 1849 Notiz von Igor Dimitri Iwanowitsch, Clan Nosferatu
Heute wurde vom jungen Kaiser der Reichstag aufgelöst und das gleich mit einer neuen Verfassung. Die Revolutionäre haben sich etwas beruhigt. Die Ventrue meinen dass diese Würmer wieder unter Kontrolle währen. Für mich wird es Zeit mich etwas zur Ruhe zu begeben. Ich habe meinen Nachfolger, Drachinides, mit der Führung des Clans beauftragt. Meine Wenigkeit wird sich der verdienten Ruhe hingeben und die Jugend machen lassen.

1850 bis 1865 n.Chr.
Im 19. Jahrhundert wuchsen die europäischen Hauptstädte zu Metropolen heran. Gleichzeitig mussten aus purer Notwendigkeit moderne städtische Verkehrsmittel entwickelt werden. Auch in Wien wälzte man seit der ersten Stadterweiterung (1850 - 1861) Pläne für eine Stadteisenbahn, auch Metropolitanbahn genannt. Damals wurden die Vorstädte (heute die Bezirke 3 - 9) eingemeindet und mit der Stadt (heute 1. Bezirk) verbunden. Es wurden auch teilweise Teilstücke einer solchen Bahn gebaut, doch leider mussten diese Bauvorhaben aus Geldmangel verworfen werden. Für die geplante Streckenführung gibt es heute leider keine Überlieferungen. Der tatsächliche Bau war möglich geworden, nachdem Kaiser Franz Joseph in dem berühmten "Handschreiben" vom Dezember 1857 die Schleifung der mittelalterlichen Befestigungsanlagen angeordnet hatte. Auf dem frei werdenden Gelände entstand von 1858 bis 1865 die Ringstraße mit ihren Prachtbauten.

1865 n.Chr.
Francesca Scanagatta geboren am 1. August 1776 in Mailand, vorgetäuschter Tod 1865 ebenfalls in Mailand, war ein österreichischer Offizier. Francesca Scanagatta war der einzige weibliche Absolvent der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt zwischen ihrer Gründung 1751 und dem Jahr 2003, als erstmalig wieder vier weibliche Offiziere ausgemustert wurden. Ihre Ausbildung an der Militärakademie „erschlich“ sie sich. Da sie außerhalb der Akademie wohnte, fiel ihre Tarnung nicht auf. Nach ihrer Beförderung zum Leutnant gab Scanagatta 1801 ihre militärische Laufbahn auf, ohne dass ihre Identität aufgedeckt wurde. Als Kaiser Franz II. schließlich davon erfuhr, gewährte er ihr trotzdem die Pension.
Francesca Scanagatta konnte noch erleben, dass ihr ältester Enkel als Militärakademiker in Wiener Neustadt einrückte, bevor sie mit rüstigen 89 Jahren in ihrer Heimatstadt Mailand den Kuss empfing. Zum Erstaunen der Kainiten da es absolut unüblich ist einem alten Menschen den Kuss zu schenken. Es gibt Gerüchte das der Kuss ein Unfall war den damals war Mailand die Hauptstadt des Sabbat und der Kuss vielleicht nur eine Sabbat Tollerei? Auf jeden Fall wurde Francesca durch das kainitische Blut gestärkt, packte das notwendigste und wanderte nach Wiener Neustadt. Dort wurde sie von der Camarilla aufgenommen und lernte alles über Camarilla und dem Unterschied zu Sabbat. 1867 wurde sie als Lasombra antitribu anerkannt und konnte sich in den Kreisen der Camarilla frei bewegen was sie dazu bewegte nach Wien zu gehen.

8. Juni 1867 n.Chr.
Zu einer Zeit wo Kaiser Franz Joseph I. gezwungen war, dem in passivem Widerstand verharrenden Ungarn mit dem sogenannten Ausgleich Teilsouveränität einzuräumen und die bis dahin einheitlich geführte Monarchie in die so genannte „Doppelmonarchie“ auch unter k. u. k. Doppelmonarchie bekannt, umzugliedern, zog es Francesca Scanagatta nach Wien. In Wien lernte Francesca den Magus Mechanikus Josef „Pepo“ Kratochwil kennen und freundete sich mit ihm an. Als Gand Dame und ehemaliger Offizier der Österreichischen Armee war sie von den Waffen fasziniert und brauchte nicht lange um den Pfad des Magus Mechanikus selbst zu verfolgen.

1865 bis 1892 n.Chr.
1865 begann man in Wien mit dem Bau von Pferdebahnlinien, zur Realisierung einer leistungsfähigen Stadtbahn kam es bis auf weiteres nicht, wenn auch ein Projekt das andere jagte: 1873 lagen nicht weniger als 23 vor, wobei sich der Clan Nosferatu gegen einige der Pläne entschieden wehrte. Ein ungünstiger Zeitpunkt für Stadtbahnpläne, denn der Börsenkrach im gleichen Jahr machte allen Stadtbahn-Planungen vorläufig ein Ende. Schließlich vergingen bis zum ersten Spatenstich (November 1892) noch rund 20 Jahre und inzwischen war Wien mit der 2. Stadterweiterung 1890/92 (Eingemeindung der Vororte als Bezirke 11 bis 19) zu einer Großstadt mit rund 1,360.000 Einwohnern geworden.

1892 bis 1898 n.Chr.
Bau der Stadtbahn wird per Gesetz beschlossen und eine Kommission wird gegründet. Linienführung: von den 1892 vorgesehenen sechs Linien wurden vier realisiert: Gürtellinie, Vorortelinie, Wientallinie und Donaukanallinie. Im November 1892: erster Spatenstich, Baubeginn Februar 1893. Die vollendeten Linien der Wiener Stadtbahn eröffnete am 9. Mai 1898 "Seine Majestät der Kaiser" mit großem Zeremoniell. Der Clan Ventrue glaubt sich auf einem Höhepunkt zu befinden, doch die Unruhen von 1848 schlummern den Wienern im Gedächtnis. Während in Wien ein großes Zeremoniell stattfindet werden anderswo Pläne zur Vernichtung Wiens, und somit des vorherrschenden Clans Ventrue, geschmiedet.

1899 n.Chr.
In den modernen Zeiten haben sich die meisten der freien Gargylen in Camarilla Städten niedergelassen, wobei unbekannt ist, wie viele sich immer noch in den Bergen und Höhlen in den Karpaten verstecken. Besonders paranoide Tremere glauben, dass diese inzwischen einen natürlichen Weg der Fortpflanzung durch Eiablage entwickelt haben. In den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts haben immer mehr der freien Gargylen die Mitgliedschaft in der Camarilla gesucht, wo sie sich als Leibwächter und Wachen verdingen. Aber es gibt auch noch viele Tremere Gargylen, die in den verschiedensten Gildenhäusern des Clans Tremere eingesetzt werden. Es wird angenommen, dass im größten Gildenhaus der Tremere in Wien, sich auch die meisten Gargylen befinden.

Neuzeit

01. Jänner 1900
Die Kainiten in Wien einigen sich darauf beim Verfassen der Chronik das „n. Chr.“ weg zu lassen.

09. Mai 1911
Die Kainiten in Wien horchen auf, in Serbien wird am 09. Mai 1911 ein Geheimbund zur Befreiung der unter österreich – ungarischer und osmanischer Oberhoheit stehender Serben gegründet. Sie nennen sich Crna ruka, Die schwarze Hand! Dieser Geheimbund ist verantwortlich für das Attentat von Sarajevo am 28. Juni 1914 an den Österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand (Ventrue Günstling) und wurde 1917 wieder zerschlagen. Der Name „Die schwarze Hand“ ist wahrscheinlich nur ein Zufall gibt aber den Kainiten heute noch zu denken, da es eine gleichnamige Organisation im Sabbat gibt.

1914 bis 1918 (I. Weltkrieg und „Das Ende der Habsburger Ventrue“)
Erster Weltkrieg,, 1914-1918: Seine Ursachen reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück. 1882 schlossen sich Deutschland, Österreich -Ungarn (von den Ventrue manipuliert) und Italien (sehr stark der Familie Giovanni untergeordnet) zum Dreibund zusammen, dem ab 1907 die Entente mit Frankreich (Toreador), Großbritannien (englische Tremere) und Rußland (Brujah) gegenüberstand. Neben den Konflikten zwischen Frankreich und Deutschland (nach dem Krieg von 1870/71) sowie Großbritannien und Deutschland (Rüstungswettlauf zur See, afrikanische Kolonialfrage) verschärften sich nach 1903 die Spannungen zwischen Serbien (Brujah), Rußland (Brujah) und Österreich –Ungarn (hauptsächlich Ventrue). Der Panslawismus, die serbischen Territorialansprüche auf dem Balkan sowie die Annexion der 1878 okkupierten ehemaligen osmanischen Provinzen Bosnien und Herzegowina 1908 durch Österreich -Ungarn (Vertreibung der letzten islamischen Vampire darunter auch viele Assamiten) und schließlich die Balkankriege von 1912 und 1913 spitzten die gesamteuropäischen Rivalitäten im Balkanraum zu.  

Die Ermordung des österreich -ungarischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand durch eine serbisch-nationalistische Studentengruppe („Die schwarze Hand“, ein Versuch die Schuld an den Sabbat abzuwälzen) in Sarajewo am 28. Juni 1914 veranlasste Österreich -Ungarn am 23. Juli 1914 zu einem Ultimatum an Serbien, und führte am 28. Juli 1914 zur Kriegserklärung an Serbien.

Zusammenfassend ist zu erklären: es wird vermutet ist aber nicht zu beweisen dass,  das Haus und Clan Tremere maßgeblich an der Entstehung und den Folgen des ersten Weltkrieges verantwortlich waren. Ihnen wurde wahrscheinlich die Macht der habsburgischen Ventrue außerhalb ihres Machteinflusses zu groß, und nutzten die Gelegenheit den Kaiser und somit auch die dahinter stehenden Ventrue zu manipulieren oder sogar zu benutzen um den Krieg auszulösen. Die Tremere selbst hielten sich aus allen belangen des immer größer werdenden Krieges raus und versorgten vermutlich sogar ihre Clansangehörigen der Feindlichen Länder mit Informationen. Was den Ausgang des Krieges nicht gerade zu Gunsten der habsburger Ventrue förderte. Karl I. (Ventrue) wurde nach dem Tod seines Onkels Franz Ferdinand 1914 Thronfolger und nach dem Tod Kaiser Franz Josephs I. Kaiser. Er strebte 1916/17 einen Sonderfrieden an (die so genannte Sixtus-Affäre die von den Tremere vereitelt wurde). Am 11. November 1918 verzichtete er auf die Ausübung der Regierung in Österreich, am 13. November 1918 in Ungarn, emigrierte am 23./24. März 1919 mit seiner Familie in die Schweiz, versuchte 1921 zweimal die Restauration in Ungarn und wurde daraufhin von den Alliierten auf Madeira interniert, wo er wenige Monate später, am 1. April 1922, starb. Es gründete sich die erste Republik, die Adeligen in Österreich wurden Enteignet und ihre Titel abgeschafft und verboten. Ein harter Schlag für den Clan Ventrue der an Macht und Einfluss verlor. Denn die bis dahin geltenden Einflussbereiche wurden Aufgelassen oder Umstrukturiert. In einem Bereich waren die Tremere erfolgreich, sie schafften es die Ventrue in die Knie zu zwingen, aber zu welchem Preis. Was sie allerdings nicht vorausgesehen hatten war Dynamik die sich in der nächsten Zeit entwickelte.  

Eine Legende verschwindet
Im ersten Weltkrieg war Francesca Scanagatta wieder von Wien nach in Italien gegangen um auch gegen den Sabbat zu kämpfen. Doch per 31. Oktober 1918 erklärte Ungarn die Beendigung der Realunion mit Österreich und machte damit die gemeinsamen Strukturen und Aufgaben, die seit 1867 bestanden hatten, obsolet, die österreichisch-ungarischen Streitkräfte zerbrachen. Ungarn richtete ein eigenes Kriegsministerium ein, der neu bestellte Kriegsminister Bela Linder rief die ungarischen Regimenter unverzüglich von der italienischen Front zurück. Am 3. November 1918 schloss Österreich den Waffenstillstand mit Italien. Soweit dies noch möglich war, wurden am 6. November 1918 die Streitkräfte auf Entscheidung des Kaisers und Königs demobilisiert. Nicht nur die ungarischen, auch die tschechischen und polnischen Verbände hatten sich da bereits auf den Heimweg gemacht, ohne die Demobilisierung abzuwarten oder gar zu beachten. Francesca war aufgrund der Lage, der Unzuverlässigkeit der Verbündeten und des Unsoldatischen Verhaltens, außer sich vor Zorn und verschwand aus der kainitischan Geschichtsschreibung.
Ihr Wahlspruch lautete: „Wahrhaft entschlossener Seelenstärke ist nichts unmöglich“

1918 bis 1938 (Zwischenkriegszeit)
Nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie wird am 12. November 1918 die demokratische Republik Deutschösterreich proklamiert. Der neue Staat hat von Beginn an mit einer Fülle von Problemen zu kämpfen. Die Grenzen des neuen Staats sind noch keineswegs festgelegt. In einigen Gebieten (Kärnten, Ödenburg) werden noch Volksabstimmungen über die Zugehörigkeit zu Österreich entscheiden. Vorarlberg, Tirol und Salzburg führen von sich aus Abstimmungen über einen Anschluss an Deutschland bzw. die Schweiz durch, die mit überwältigender Mehrheit gegen Österreich ausgehen. Selbst die Spitzen der provisorischen Regierung sehen Deutschösterreich als Teil des Deutschen Reiches und streben einen Anschluss an Deutschland an. In Deutschland dominiert nach wie vor der Clan Ventrue, die anderen Wiener Clans darunter auch die Wiener Ventrue stehen der neuen Situation Unmächtig gegenüber, waren doch die ganzen alten Vampire nichts anderes als eine Monarchie gewöhnt. Sie konnten mit einer Demokratie, die zudem auch noch vom Volk bestimmt war nichts anfangen, ihre Fäden zur Macht waren gekappt. Die Konkursmasse des Habsburgerreiches wird von vielen als nicht lebensfähig angesehen, da sie herausgerissen aus dem großen Wirtschaftsraum der Donaumonarchie, von ehemaligen Märkten und Produktionsstätten abgeschnitten ist. Doch allen Anschlussphantasien macht der Vertrag von St. Germain einen Strich durch die Rechnung indem er ein ausdrückliches Anschlussverbot an Deutschland und die Streichung von "Deutsch" aus dem Namen Deutschösterreich verfügt. Dies war ein weiterer Schachzug des Hauses und Clan Tremere den Clan Ventrue in Österreich und somit in Wien nicht Fußfassen zu lassen. Die von außen verordnete Selbständigkeit eines Staates, den viele nicht wollen, lässt nicht gerade optimistisch in die Zukunft blicken. Dennoch versuchen die verantwortlichen Politiker, den neuen Staat auf eine solide Grundlage zu stellen. Noch 1920 beschließt die Koalition die heute noch gültige, von Hans Kelsen ausgearbeitete bundesstaatliche Verfassung. Schon die Wahlen vom Herbst 1920 bringen den bürgerlichen Parteien eine deutliche Mehrheit im Nationalrat, die Sozialdemokraten scheiden aus der Regierung aus, während Wien weiterhin sozialdemokratisch geführt bleibt (in Wien versucht der Clan Brujah, die Sozialdemokratische Partei an der Macht zu halten). Das nächste Jahrzehnt ist geprägt von einem Gegeneinander der drei politischen Lager (Christlichsoziale Ventrue, Sozialdemokraten Brujah und Großdeutsche Toreador, Gangrel, Malkavianer). Die politischen Lager beginnen bewaffnete Gruppierungen aufzustellen. Die Sozialdemokraten gründen 1923 den "Republikanischen Schutzbund", während die bürgerliche Seite die "Heimwehr" organisiert. Diese Wehrverbände marschieren immer öfter auf und es kommt zu Zusammenstößen in Form von Prügeleien und vereinzelten Schießereien. Zur Katastrophe kommt es aber am 30. Jänner 1927 als bei einem derartigen Zusammenstoß Heimwehrler Schüsse auf Schutzbündler abgeben, bei denen ein Kriegsinvalider und ein achtjähriges Kind getötet werden. Am 14. Juli 1927 werden die Täter vom Schwurgericht in Wien freigesprochen. Wieder einmal werden rechtsgerichtete Täter nachsichtiger behandelt als linksgerichtete, die Einseitigkeit der Justiz zieht sich wie ein roter Faden durch die erste Republik wie auch durch die Weimarer Republik. Dieses Urteil gleicht jedoch dem Funken im Pulverfass. Schon am Morgen des 15. Juli 1927 ziehen tausende Arbeiter durch die Stadt, die sozialdemokratischen Führer verlieren die Kontrolle über die Massen, radikale Demonstranten dringen in den Justizpalast ein, der in Flammen aufgeht. Polizeipräsident Schober will mit Zustimmung der Bundesregierung mit Waffengewalt Ruhe herstellen. 89 Tote und 1057 Verwundete sind die Folge des brutalen Polizeieinsatzes. Der Bundeskanzler Prälat Seipel (Günstling der monarchischen Ventrue) steht als Sieger da, während die Ereignisse für die Sozialdemokraten einen schweren Rückschlag darstellen. Die bürgerliche Presse tut so als ob die Revolte von der sozialdemokratischen Führung angezettelt gewesen wäre und schürt damit die Angst vor einem sozialistischen Putsch. Der Boden für ein autoritäres Regime wird bereitet. (der Clan Ventrue, hat den Grundstein gelegt die Republik Österreich zu einer Diktatur zu machen, um somit wieder die Kontrolle und Macht zu übernehmen)

Während die Sozialdemokraten eine Abrüstung der Wehrverbände anregen, wird das bürgerliche Lager immer militaristischer, die Heimwehr wird, unterstützt durch Mussolini immer mehr zum politischen Faktor. Unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise erringen die Sozialdemokraten bei den Wahlen von 1930 die relative Mehrheit, werden aber durch kurzlebige bürgerliche Koalitionen von der Regierung ferngehalten. (die Tremere können in diesen Wirren ihren Einfluss bei den Brujah nicht geltend machen und schaffen den Eintritt in die Regierung nicht)

Der christlichsoziale Bundeskanzler Engelbert Dollfuß (Ventrue), dessen Regierung nur durch eine hauchdünne Mehrheit abgesichert ist nützt den Rücktritt aller drei Parlamentspräsidenten am 4. März 1933, um das Parlament auszuschalten und mit Hilfe des "Kriegswirtschaftlichen Ermächtigungsgesetzes" von 1917 autoritär zu regieren. Schritt für Schritt werden demokratische Institutionen abgeschafft, Parteien verboten und Anhaltelager errichtet. (1933 übernimmt in Deutschland Adolf Hitler, gefördert von den Tremere, die Macht) Anstelle der christlichsozialen Partei wird als Einheitspartei die "Vaterländische Front" gegründet. Gegen diese Entwicklung leisten die Sozialdemokraten im Bürgerkrieg vom 12. - 15. Februar 1934 bewaffneten Widerstand, der von Polizei und Bundesheer brutal niedergeschlagen wird. Allein der Wiener Schutzbund hat über 1000 Tote zu beklagen. Die sozialdemokratischen Führer sind geflohen, ermordet oder verhaftet, die Opposition ist gelähmt. (die Ausschreitungen der Massen sind dermaßen vorgeschritten so dass eine Einmischung von Seite der Kainiten unmöglich wurde)

Am 1. Mai 1934 wird eine neue Verfassung verkündet, nach der Österreich ein "Christlicher Bundesstaat auf berufsständischer Grundlage" ist. Die Vaterländische Front wird zur Monopolorganisation für die politische Willensbildung. Mit Führerprinzip, Wehrverbänden, Jugendorganisationen, Uniformierung, Großkundgebungen und Massenaufmärschen werden Elemente des Nationalsozialismus kopiert. Österreich trägt alle Merkmale eines faschistischen Staates. (die Ventrue haben es geschafft, Wien ist wieder unter ihrer Kontrolle doch dann wird Dollfuß am 25. Juli 1934 in einem gescheiterten Naziputsch, gefördert durch den Clan Tremere, ermordet, sein Nachfolger Kurt Schuschnigg (Ventrue) behält das autoritäre Regime bei). 1938 ist die Wirtschaft, Politik und Militär so stark von den Nationalsozialisten unterwandert das der Anschluss an das deutsche Reich nur noch das abmontieren der Grenzbalken bedeutet. (die Tremere haben somit die absolute Macht erreicht, die Machteinflüsse ihrer Gegner werden verboten oder vernichtet, die kainitische Gesellschaft in Wien ist ein Haufen Marionetten)

Camillo Castiglioni, geboren am  22. Oktober 1879 in Triest (Italien), ermordet am 18. Dezember 1957 in Rom (Italien), ist Bankier des Clans Giovanni. Vor dem 1. Weltkrieg Direktor des Gummiwerks Semperit, kaufte er 1921 die Aktienmehrheit der Alpine Montan AG, die später an den deutschen Stinnes-Konzern abgetreten wurde. Er gründete auch die Österreichische Luftfahrtsgesellschaft. Durch Spekulationen während der Inflationszeit reich geworden, legte er eine große Kunst-Sammlung an und stellte Max  Reinhardt 1923 in Wien ein Theater zur Verfügung. Dies war die Zeit in dem sich die Familie Giovanni und Camillo Castiglioni, als Geschäftsträger in Wien endgültig etablierte. Das Schloss Belvedere wurde nach dem I. Weltkrieg Bundeseigentum und die Verwaltung über Scheinfirmen und sehr viel Einfluss der Camarilla, der Familie Giovanni zugesprochen. Diese Maßnahmen waren nötig um die Maskerade einzuhalten, da die Giovanni das Schloss schon seit 1823 der Familie als Botschaft und Residenz in Wien diente, und dies Vertraglich festgehalten wurde. In diesem Vertrag wurde auch festgelegt das das Schloss Belvedere zwar im Einflussgebiet der Familie Giovanni liegt und sie auch für die Sicherheit der Liegenschaft garantieren, aber allen Clans, ausgenommen der Sabbat und Cammarilla-feindliche Clans, als Neutrale Zone dienen soll. Dies unterzeichneten alle Clans der Camarilla, und das Schriftstück mutierte somit zu einem der ersten europäischen Dekrete der Neuzeit, mit dem sich alle Clans einverstanden erklärten. Castiglioni selbst fiel am 18. Dezember 1957 in Rom einem Attentat zum Opfer, dessen Urheber nie bekannt wurden.

1924 bis 1925
Die Wiental-, Donaukanal- und die Gürtelstrecke wurden in den Jahren 1924 und 1925 elektrifiziert, die mechanischen Signale wurden zu elektrischen Lichtsignalen umgebaut und sieben Stellwerke regelten den Betrieb in Abzweigungs- und Kreuzungsbereichen. Technische Errungenschaften die den Clan Nosferatu sehr interessierten.

1. Januar 1938
Am 1. Januar 1938 kam Calistro (Clan Malkavian) mit einigen politischen Flüchtlingen nach Wien wo er sich in der Brünnerstraße 230 nahe des Heeresspitals eine Wohnung nahm. Er wirkte einige Zeit im nunmehr von der Wehrmacht besetzten Spital als Nervenarzt unter dem Namen, Roman Schilcher, wo er am 2. März des Jahres 1941 spurlos verschwand. Calistro, der zu Lebzeiten Arzt war, war bei so manchen Menschen der Auslöser von Verschwörungstheorien und mathematischen Spielereien, die allerdings zu überlegen geben, doch wie an jeder Legende wird wohl auch an Calistro ein Fünkchen Wahrheit haften.  

1938 bis 1945 (II. Weltkrieg)
Die Gräueltaten dieses Zeitabschnittes brauchen wir nicht näher zu erläutern, sie sind als purer Wahnsinn, der nie wieder geschehen darf, in die Geschichte eingegangen. Wir konzentrieren uns auf Wien und seine nunmehr entmachteten und unmächtigen Kainiten. Als schierer Hohn saß ein Ventrue Fürst auf dem Thron der Wiener Vampirgesellschaft, und dann auch noch ein von Habsburg, nämlich Ferdinand der III. Doch für die Kainiten der Stadt wurde es, durch Hausdurchsuchungen, Verhaftungen und Verfolgung, immer schwerer ihren Unleben nachzugehen. Die in der Zwischenkriegszeit verbündeten Brujah wurden vertröstet und waren maßgeblich mit Sicherheitsaufgaben betraut. Der Brujah Ahn Alexander Häusler sagte:

„…Haus und Clan Tremere hat nicht nur uns Brujah verraten, sondern die ganze kainitische Rasse“.

Durch die Hysterie eines ganzen Folkes waren den Tremere schon lange die Fäden aus den Händen gezogen und Wien war auch nicht mehr Mittelpunkt eines Reiches. Und selbst sie mussten sich, als der Krieg schon lange verloren war, vor den feindlichen Bombenangriffen in Schutz bringen.

„Ja, sie haben die Macht“ sagte der Ventrue Ahn Antonius, „und die will ihnen auch jetzt niemand streitig machen, doch die Zeit wird sich Rächen! So, wie sie es immer getan hat“.

Seit 1943 wird Österreich zunächst durch Luftangriffe der Alliierten Kriegsschauplatz, mehr als 20 000 Menschen sterben in den Trümmern. Etwa 2700 Österreicher werden als aktive Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus zum Tode verurteilt und hingerichtet, 32 000 Österreicher sterben in Konzentrationslagern und Gefängnissen, ins besonders in denen der Gestapo. Die Befreiung Österreichs wird durch die sowjetischen Truppen (Brujah) Ende März 1945 eingeleitet. Wien wird nach verlustreichen Kämpfen am 13. April 1945 von der Roten Armee eingenommen. Noch im April konstituiert sich die provisorische Regierung unter Karl Renner. Im Juli einigen sich die Siegermächte über die Besatzungszonen, Wien wird unter gemeinsame Verwaltung gestellt. Der Tremere Bezirk, der erste Bezirk „innere Stadt“ wird unter allen vier Siegermächten aufgeteilt. Die ersten Maßnahmen nach der Befreiung des Landes konzentrieren sich auf den Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur und die Beseitigung unmittelbarer Kriegsschäden. In der Euphorie und durch die Anstrengungen des Wiederaufbaus bleibt kaum Raum für eine intensive Auseinandersetzung. Der Staatsvertrag, wurde betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreichs, abgeschlossen zw. den Alliierten Mächten UdSSR, Großbritannien und Nordirland, USA und Frankreich einerseits sowie Österreich andererseits, am 15. Mai 1955 von den Außenministern der Signatarmächte im Schloss Belvedere in Wien unterzeichnet. Der in der 354. Sitzung der Delegationen der Alliierten Mächte abgeschlossene Staatsvertrag trat am 27. Juli 1955 in Kraft.
1954

Der Zweite Weltkrieg brachte auch für die Stadtbahn viele Einschränkungen und Zerstörungen. Die Streckenteile der Gürtel- und der Donaukanallinie nach Heiligenstadt wurden bei Bombenangriffen so nachhaltig zerstört, dass sie erst im Jahr 1954 wieder in Betrieb genommen werden konnten. Der Clan Nosferatu arbeitete fieberhaft an der Sicherung des unterirdischen Wien! Die Kainiten erholen sich langsam von den Kriegen und obwohl der Alltag eintritt wird dem Haus und Clan Tremere nach wie vor misstraut.

10. September 1983
Nach mehr als 200 Jahren (1782) betritt ein römischer Oberhirte wieder österreichischen Boden. Papst Johannes Paul der II. kommt zu einem viertägigen Besuch nach Wien. Ein weiterer Versuch des Heiligen Vaters alle Kräfte der Kirche gegen die Untoten, die Macht des Bösen, zu mobilisieren. Es kommen zwar 130 000 Katholiken zu der Messe am Heldenplatz aber eine Mobilisierung bleibt aus.

1992
Für das Schloss Schönbrunn ist ab sofort die Kultur- und Betriebsges. m. b. H. für Verwaltung, Erhaltung und wirtschaftliche Nutzung verantwortlich. Hinter dieser Ges. m. b. H. steht zu 60% der Clan Ventrue, die anderen Mitbesitzer wollten nicht genannt werden. In einer feierlichen Zeremonie wird Schönbrunn zum ständigen offiziellen Sitz des Erz-Fürsten, egal aus welchem Clan er stammt.