Gotik

1273 bis 1291 n.Chr.
Rudolf I. (Günstling der Ventrue), geboren am 1. Mai 1218 auf der Limburg im Breisgau (D), gestorben am 15. Juli 1291 Speyer (D), Graf von Habsburg, ab 1273 deutscher König. Mit seiner Wahl endete das Interregnum. (Die Erbschaft der Macht in Österreich durch die Babenbergischen Frauen wurde abgelehnt) Forderte von Premysl Ottokar II. die österreichischen Länder zurück und besiegte diesen am 26. August 1278 auf dem Marchfeld. Zur Errichtung einer Hausmacht belehnte er am 27. Dezember 1282 seine Söhne Albrecht I. und Rudolf II. mit Österreich und der Steiermark und begründete damit die Herrschaft der Habsburger in Österreich. Zur geplanten Kaiserkrönung kam es nicht. Um 1281 setzt die Inquisition dem Krieg der Magi ein Ende. Die Ventrue vertreiben ihre Nebenbuhler, die Lasombra, aus Wien und beginnen ihre Macht auszubauen die bis in das 19. Jahrhundert dauern soll. Der Ordo Sanguini wird von den Ventrue wegen falscher Anschuldigungen abgeschafft und verboten. Der Orden soll sich widerrechtlich bereichert und eine zu große Machtstellung bei den Kainiten eingenommen haben. Manche Kainiten meinten Damals das die Ventrue regelrecht Angst vor dem Orden und seinen gut organisierten Mitgliedern hatten.

4. Februar 1281 Notiz von Igor Dimitri Iwanowitsch, Clan Nosferatu
Es hat lange gedauert, aber gestern haben sie die Lasombra, mit an den Haaren herbeigezogenen Begründungen, aus der Stadt geworfen. Ich möchte mich in diese Streitigkeiten nicht einmischen aber ich glaube die Lasombra werden das nicht so auf sich sitzen lassen. Dazu sind sie viel zu Stolz.

23. Januar 1344 n.Chr.
Die Amtskette (Collane) der Wiener Zeremonienmeister

Die Entstehung der Collane wurde vom englischen König Eduard III. am 23.01.1344 gestiftet (4 Jahre bevor der Hosenbandorden gegründet wurde). Der Orden war König Artus' legendärer Tafelrunde nachempfunden. Eduard versuchte mit diesem Orden, die wichtigsten Ritter des Königreichs fester an sich, den König, zu binden. Doch am 19.01.1348 gründete er durch politischen Druck der Kainiten den Hosenbandorden, und der Orden der Tafelrunde geriet in Vergessenheit.
Ordensträger waren damals der Monarch, der Prince of Wales und maximal 24 weitere vom Monarchen eingesetzte Ritter, wobei aber Mitglieder des Königshauses und ausländische Ritter nicht mitzählten. 2009 wurde die Collane wiederentdeckt und vom Erz-Fürsten Matthias Corvinus als Auszeichnung für den Zeremonienmeister der Domäne Wien eingeführt. Die Collane wird ausschließlich vom Zeremonienmeister der Domäne Wien getragen. Die Amtskette (Collane aus dem Französischen Collier, Halsband) ist eine mit Wappenbildern aller Clans der UVOU und Emblemen verzierte schwere Halskette aus Edelmetallen und blutroten Edelsteinen, die Amtsinsignium und damit Teil der Amtstracht des Zeremonienmeisters darstellt. Die Amtskette wird zu feierlichen Anlässen getragen.

1347 bis 1353 n.Chr.
Im Sommer des Jahres 1347 gelangte die Pest von Asien her nach Konstantinopel. Von dort aus wurde sie unbemerkt über Schiffe in die Hafenstädte des Mittelmeers gebracht. Von nun an begann eine unaufhaltsame Verbreitung in ganz Europa und Nordafrika, um 1349 kam Taran (Clan Nosferatu) Sohn des Igor nach Wien und mit ihm erreichte die Pest die Stadt. Gleichzeitig verbreiteten Tarans Anhänger die Pest nach Osten, zuerst nach Ungarn dann nach Polen. Auch Frankreich wurde von der Pest erreicht. Kurz danach waren auch Spanien und England "an der Reihe". Auch arbeitet sich die Pest durch Deutschland und erreichte 1350 Hamburg, Bremen und Lübeck. In den Jahren 1352 und 1353 wurden die letzten Fälle dieser Epidemie in Russland bekannt. Für diesen Seuchenzug hat sich auch die Bezeichnung "Schwarzer Tod" durchgesetzt. Die Leute sprachen von "magna mortalis", dem "Großen Sterben"! Die Zahl der Todesopfer  lässt sich nur schätzen, aber es sind wahrscheinlich 30% der ganzen Bevölkerung Europas umgekommen! Dies bedeutet ungefähr 18 Millionen Opfer. Taran wird nachgesagt das Erbe des Schwarzen Todes, in der Form eines magischen Dolches, mit sich zu führen. Wo und wann auch immer Menschen dem „Schwarzen Tod“ erliegen hat Taran oder seine Anhänger die Finger im Spiel. Heute wird von Vampir Wissenschaftlern vermutet das der Dolch Tarans ein Produkt der „Kinder des Lotus“ darstellt um die mittelalterliche Bevölkerung Europas zu schwächen, was gelungen ist, um in Europa einfallen zu können! Welche Rolle Taran in dieser Verschwörungstheorie spielt konnte nicht festgestellt werden. Albrecht III.,(Habsburger und Vasall der Ventrue) geboren 1349/50 Wien, gestorben am 29. August 1395 in Laxenburg (NÖ.), Sohn von Albrecht II., Herzog von Österreich bis 1379. Gemeinsam mit seinem Bruder Leopold III.. Im Neuberger Teilungsvertrag (Neuberg an der Mürz, Steiermark) behielt er Österreich (mit dem Salzkammergut) und begründete die albertinische Linie. 1386 übernahm er auch die Verwaltung der leopoldinischen Länder. Albrecht III. unterlag 1388 bei Näfels den Schweizern. (Sie wurden von den Anarchen in Kampf geschult, besiegten das Ritterheer mit unkonventionellen Mitteln) Albrecht III stärkte die Stellung des Landesfürsten im Innern, förderte den Weiterbau des Stephansdoms und den Ausbau der Universität (Theologische Fakultät). 1394 wollte er deutscher König werden. Am 29. 8. 1395 wurde ihm, von Unbekannt, der Kuss geschenkt und verlegte seinen Wohnsitz nach Donauwörth (Bayern). Den Beinamen "mit dem Zopf" trug er wegen der Zugehörigkeit zu einer ritterlichen Gesellschaft in der nur Ventrue Mitglieder werden konnten.

16. Juli 1353 Notiz von Igor Dimitri Iwanowitsch, Clan Nosferatu
Ich schäme mich so wegen Taran meinen Sohn. Er hat die alten Werte missachtet und Tod und Verderben über die Menschen aber auch über den Clan gebracht. Ich übergab heute Etrius die Führung der Stadt und bat ihn Taran aus der Stadt zu werfen. Etrius wirkte ein Ritual und nannte es „Numquam retrorsum“ was so viel bedeutet wie das Taran niemals zurückkommen kann. Er wurde am Oberarm gebrandmarkt, ein Zeichen das jedem Vampir in den Augen weh tut. Aber Taran ist selbst schuld, er wurde gewarnt. Ich werde mich jetzt wieder mehr meinen Büchern widmen und so einigen Geheimnissen nachgehen. Vielleicht kann ich ja die ein oder andere Legende oder Sage aufklären.

16. Juli 1353 n.Chr.
Nach den Tumulten die Taran mit der Pest auslöste zogen sich die Nosferatu aus freien Stücken aus den Regierungsgeschäften der Stadt zurück. (Gerüchte behaupten das die Nosferatu keine andere Wahl hatten.) Durch eine Konklave der Vampire der Stadt, die jetzt die beträchtliche Anzahl von 15 Vampiren hatte, wurde Etrius vom Haus und Clan Tremere zum Primus der Stadt gewählt und somit zum Sprecher der Vampire Wiens. Als erste Amtshandlung des neuen Primus wurde Taran aus Wien verbannt und ihm der „Numquam retrorsum“ (niemals zurück) auferlegt! Der „Numquam retrorsum“ wurde bei Taran das erste Mal ausgesprochen und ist nichts anderes als eine Brandmarkung am rechten Oberarm. Der einzige Unterschied zu den herkömmlichen Brandmarkungen dieser Zeit ist das der „Numquam retrorsum“ magisch ist und nur von Vampiren gesehen werden kann. Igor selbst soll die Verbannung angeregt haben. Mit der „sozusagen“ Abdankung der Nosferatu ging eine mehr als tausend Jahre alte Ära zu Ende. Die Nosferatu wichen in den Untergrund aus wo sie die alten Römischen Kanäle, Paläste und die vergessenen Gräber und Kultstätten der Illyrer und Kelten ausbauten und somit die Grundlage des heute weit verzweigten und labyrinthartigen Kanalsystems der Stadt legten.

Um 1394 n.Chr.
Der Clan Ventrue und das Haus und Clan Tremere schlagen eine Liga von Kainskindern vor. Niemand hört ihnen zu.

1397 bis 1439 n.Chr.
Maria Sanchez de la Luna (spanische Adelige, Clan Toreador) kommt am 14. April 1400 nach Wien und wird als erste Vertreterin ihres Clans in der Stadt ansässig. Nach schweren Schicksalsschlägen in ihrer Familie und mit von ihr gezeugten Vampiren flieht sie nach Wien um Ruhe zu finden. Ihre kleine Schwester Isabella Maria Conzuela de la Luna (die von den spanischen Lasombra entführt wurde und den Kuss empfing) und Ihr Begleiter Francisco Ramirez Garibaldi, vom Clan Toreador, schließen sich den Anarchen an. Albrecht V. (als deutscher. König. Albrecht II. treuer Anhänger der Ventrue), geboren am 10. August 1397 Wien, gestorben am 27. Oktober 1439 Neszmély bei Esztergom (H), Sohn von Albrecht IV. Herzog von Österreich, König von Ungarn und Böhmen sowie deutscher König. Mit ihm begann die Reihe der habsburgischen Könige und Kaiser (bis 1740) im Reich. Er vertrieb 1421 die Juden aus Wien, und kämpfte gegen die Türken. Mit der Vertreibung der Juden aus Wien versetzte Albrecht den Nosferatu erneut einen schlag, denn auch jüdische Nosferatu und Geldverleiher mussten die Stadt verlassen. Albrecht wurde am 27.10.1439 in Ungarn durch Intervention der Nosferatu ermordet. In Wien beginnt eine Krise zwischen den Clans Ventrue und Nosferatu, die aber von Etrius geschlichtet werden kann.

15. Jahrhundert
Dämonenjäger Buch (Ritual- und Tagebuch)

Die genaue Geschichte des Buches kennt nur sein Verfasser, Ramirez, selbst. Was man aber beobachten kann ist das Ramirez sehr oft darin blättert um nachzulesen aber auch hin und wieder etwas hinein zu schreiben. Manche Gegner von Ramirez behaupten dass dieses Buch Teufelswerk ist und mit dunkler Thaumaturgie vollgestopft wurde. Ramirez sieht diesen Behauptungen gelassen entgegen denn er weiß mit seinem Buch effektiv gegen Dämonen vorzugehen, also um welches Teufelswerk soll es sich da handeln? Das Buch ist bei der Jagd nach Dämonen sehr hilfreich und bietet einiges Wissen das auch unmittelbar zum Einsatz gebracht werden kann wie diverse Rituale gegen Dämonen. Seine Aura ist „blau“ und nicht schwarz, wie man es von Dämonen- oder Teufelswerk erwarten würde, da es offensichtlich einen magischen Schutz beinhaltet. Der Besitzer und Erschaffer des Dämonenjäger Buches ist Ramirez, Ahn vom Clan Toreador. Das Entstehungsdatum ist unbekannt, es wird aber das 15. Jahrhundert angenommen, und wird bis zum heutigen Tag ständig erweitert.
„…die dunklen Lehrmeister haben sich zur Aufgabe gemacht, das Wissen über dunkle Thaumaturgie zu erforschen und zu bewahren, aber nur dazu, um die dunkle Thaumaturgie bekämpfen zu können. Dabei gehen sie unkonventionell vor, benutzen selbst Dämonen, verfallen aber durch den Pfad des dunklen Gelehrten nicht den Verlockungen der Dämonen und ihren finsteren Machenschaften. Viele dunkle Gelehrte sammeln magische Gegenstände, da sie das einzige sind, die vielleicht bei ihrem nie endenden Kampf helfen können…“
Ramirez ist solch ein „dunkler Gelehrter“ der Dämonen Jagd und zur Strecke bringt, oder besser gesagt dorthin zurück schickt von wo sie gekommen sind. Er hat durch seinen Pfad, den er strikt beschreitet, und seinen Erlebnissen in der Vergangenheit seine Gefühle verloren und handelt nur nach eiskalter Logik. „Gefühle sind hinderlich und vermögen es auch dich zu verleiten den Dämonen auf den Leim zu gehen.“ Ist ein beliebter Ausspruch, den er gerne verwendet.

ca. 1400 n.Chr.
Der Drachenkopf oder der Helm von Vlad II. Dracul

Vlad II. Dracul war 1430 verantwortlich für die Sicherheit der walachischen Grenzen zu Transsylvanien. Seinen Beinamen erhielt er durch die Aufnahme in den Drachenorden (Societas Draconis) Kaiser Sigismunds in Nürnberg. Ritter im Auftrage des Drachen verpflichteten sich, das Christentum gegen die Heerscharen des Osmanischen Reichs zu verteidigen. Der in Nürnberg in den Orden aufgenommene Vlad II. Dracul kehrte nach Schäßburg zurück, wo er auch das Recht zur Münzprägung hatte. 1436 stellte er auf Befehl Sigismunds Truppen in Transsylvanien zusammen und stürzte nachfolgend seinen dort regierenden jüngeren Halbbruder Alexandru Aldea, der gute Beziehungen zu den Türken unterhielt. Mit Zustimmung Sigismunds bestieg er den Thron als Prinz der Walachei in deren Hauptstadt Târgovişte. Als Zeichen seiner Macht erhielt er von einer Gruppe Kainiten einen magischen Helm der mit den Schuppen eines roten Drachen besetzt war. Man weiß nicht welche magische Ausprägung dieser Helm hatte aber die Bevölkerung nannte diesen Helm, den Kopf des Drachen. Und Vlad der II. Dracul veränderte sich, er wandte den Idealen des Drachenordens den Rücken. Nach dem Tode Sigismunds unterzeichnete Vlad Dracul 1437 ein Bündnis mit den Türken, angeregt durch den Bauernaufstand von Bobâlna. Beim Einmarsch in Transsylvanien 1438 begleitete er das von Murad II. geführte Heer. Am 22. März des Jahres 1442 erlaubte er Bey Mezid mit einer zwischen 16.000 und 20.000 Mann starken Armee, bei der Invasion Transsylvaniens die Walachei zu durchqueren. Die türkische Armee stieß bis Hermannstadt vor, allerdings wurde sie von den Ungarn durch die Walachei zurückgedrängt. Vlad Dracul überließ kurzfristig den Thron seinem Sohn Mircea II., den dieser aber an Basarab II. verlor. Mit Hilfe der Türken gelang es Vlad im folgendem Jahr, den Thron zurückzugewinnen. Zur Stärkung des Bündnisses mit den Türken überließ er seine Söhne Vlad III. Drăculea und Radu cel Frumos als Geiseln und entzog sich so selbst einer türkischen Gefangennahme. Vlad sandte im Jahre 1444 seinen ältesten Sohn Mircea II. mit Truppen zur Unterstützung der Türken aus, da das zuvor entstandene Abkommen mit den Türken nicht gefährdet werden sollte. In der folgenden Schlacht bei Varna kam es zur weitgehenden Vernichtung der christlichen Armee und zum Tod des Königs Wladislaw I. von Ungarn.

1447 ließ Johann Hunyadi ungarische Truppen aufmarschieren. Nahe Târgovişte fiel Vlad Dracul in seiner letzten Schlacht, Gerüchte behaupten das Johann Hunyadi Vlad II. Dracul lebendig begraben ließ. Seine letzte Ruhestätte fand er in der Nähe eines Klosters bei Bălteni. Ein Jahr später versuchte sein Sohn, Vlad III. Drăculea, den Thron wieder an sich zu reißen und Rache für seinen Vater zu nehmen, was den Familienstreit mit den Hunyaden bedeutete.

1404-1440 n.Chr.
Gilles de Rais, der Baron des Schmerzes

Graf Gilles de Hullivier-Laval, Baron de Rais (geboren und ermordet 1404 auf Schloss Champtocé, bei Angers, abermals Identität gewechselt am 26.10.1440 in Nantes) war ein französischer Heerführer, Marschall von Frankreich und Serienmörder (cause célèbre) des 15. Jahrhunderts. Der gefeierte Held des Hundertjährigen Krieges, Kampfgefährte der Jeanne d'Arc, aus der Linie Laval der berühmten französischen Familie der Hullivier, und Kainit des Clans Toreador.
 
Angeblich 1404 in der Bretagne geboren, war der vermögende Baron bereits 1425 eine feste Größe am Hofe Karls VII. Der Toreador, ein Ahnherr der Familie d´Hullivier, der vorgab Graf Gilles de Hullivier-Laval, Baron de Rais zu sein, ermordete das Kind 1404 nach seiner Geburt und übernahm dessen Identität und ghulte die gesamte Familie. Während die Briten große Teile Frankreichs eroberten, half Gilles de Rais dem Monarchen sein Gesicht und seine Macht zu wahren, indem er Geld stiftete und auf eigene Kosten Truppen aushob, an deren Spitze er die Städte Anjou und Maine erfolgreich gegen die Engländer verteidigte. Als Gefährte der Johanna von Orleans tat sich Gilles de Rais bei nahezu allen spektakulären Schlachten hervor. Der "brave und kühne Hauptmann", wie ihn zeitgenössische Chroniken beschreiben, dem man eine Vorliebe für das Aufhängen Kriegsgefangener Engländer nachsagte, erhielt für seine Tapferkeit vom König den Titel "Marschall von Frankreich".
Er zeichnete sich durch einen rückhaltlosen Einsatz aus. In historischen Dokumenten wird dies immer wieder hervorgehoben: "Gilles vollbrachte zu seiner Zeit große Heldentaten", er schlug sich besonders "kühn und tapfer", vor allem in der entscheidenden Schlacht gegen das englische Heer am 7. Mai 1429 bei der Festung Les Tourelles.
Vielleicht ist ein Bericht, der über ihn und in seinem Namen verfasst wurde treffend, der ihm die Worte über Jeanne D'Arc in den Mund legte:
"Nie darf man ihrem Willen widerstreben man muss stets gehorchen dem, was ihr gefällt, was ihre Stimme für Befehl mag geben." Mag auch ein erster innerer Widerstand in diesen Worten anklingen, bleibt er Jeanne und dem frisch gekrönten König Karl VII zunächst noch treu. Er wird geehrt und geachtet und unterwirft weitere aufständische französische Städte im Namen des Königs. Das Glück wendet sich in der Folgezeit. Der Hof intrigiert, Jeanne wird in neuen Kämpfen verwundet und gerät schließlich in Gefangenschaft. Ihr Zauber, ihre Inspiration scheinen gebrochen. Sie wird verraten und im November 1430 an die Engländer regelrecht verkauft. Gilles irrt, in ununterbrochene Kämpfe verwickelt, drei Jahre orientierungslos durchs Land. Ein eventuell möglicher Versuch von ihm, die Jungfrau noch zu retten, wird vom undankbaren und zwiespältigen König nicht einmal halbherzig unterstützt. 1432, ein Jahr nach der erschütternden und aufsehenerregenden Verbrennung Jeannes, kommen erste vorsichtige Beschuldigungen auf, im Umkreis de Rais seien Kinder verschwunden. Vermutlich "demoralisiert" de Rais in fortschreitendem Maß. Es wird vermutet, dass er sich in dieser Zeit mit schwerwiegenden räuberischen Überfällen über Wasser hielt. Die späteren Geständnisse de Rais´ beweisen aber, dass er schon vor 1432 "mehrere Kinder in großer Zahl tötete und töten ließ". Durch den Tod seines Urenkels, den er als Großvater ausgab um die Maskerade zu wahren, kommt er an dessen Burg und großes Vermögen.
Gilles de Rais zog sich auf das Schloss Tiffauges zurück und pflegte dort einen derart ausschweifenden und luxuriösen Lebensstil, dass er bald einen Großteil seiner Ländereien verkaufen musste. Nach eigenem Bekunden war es ein Werk des römischen Historikers Suetonius, das ihn zu vermutlich mehreren 100 Lustmorden anregte. Der Geschichtsschreiber hatte ein Buch über die Ausschweifungen römischer Cäsaren geschrieben. Bei seinem Prozess in Nantes erklärte de Rais:
"Das Buch war mit Abbildungen versehen, auf denen das Treiben heidnischer Kaiser dargestellt war, und ich diesem feinen Buche, wie es Tibenus und Caracalla und andere Kaiser mit Kindern trieben, und es ihnen besonderes Vergnügen bereitete, sie zu quälen. Das erweckte in mir Wunsch, sie nachzuahmen, und noch am gleichen Abend tat ich das, was mir auf den Abbildungen vorgemacht wurde." Sein erstes, von der Öffentlichkeit bemerktes, Opfer war ein Knabe. Er erwürgte das Kind und schlug ihm die Hände ab. Dann riss er dem Knaben das Herz und die Augen heraus. Das Blut bewahrte er auf, um damit okkultistische Texte zu verfassen. Fortan beauftragte er seine Vertrauten Ghule mit der Aufgabe, Kinder zu entführen. Und die Entführungsfälle nahmen ungeheure Ausmaße an. Wenn de Rais Nachts mit seinem Gefolge von seiner Festung Tiffauges nach Schloß Camptoce oder zum Kastell von La Suze reiste, fehlten im entsprechenden Gebiet am nächsten Tag unzählige Kinder. Doch schon bald langweilte es Gilles de Rais, seine Lust an lebenden oder sterbenden Menschen zu befriedigen. Seine Raserei nahm immer häufiger nekrophilie Züge an, und er veranstaltete regelrechte Schönheitswettbewerbe mit den aufgespießten und geschminkten Köpfen der Kinderleichen. Das Problem war das Gilles de Rais als Toreador es als Kunst ansah und so in diesen Wahn verfiel. Die Straflosigkeit schien de Rais indes gesichert. Im Feudalsystem des 15. Jahrhunderts wären wohl kein Bauer und kein Mitglied der niederen Stände lebensmüde genug gewesen, seinen Herrn, der ihn mit einem Wort den Galgen bringen konnte, eines Verbrechens zu bezichtigen.
Jean de Malestroit, dem Bischof von Nantes, waren schon seit vielen Jahren Klagen von Angehörigen verschwundener Kinder zu Ohren gekommen. Er nahm heimlich Ermittlungen gegen den Baron und Marschall Frankreichs auf, hatte jedoch keine rechtliche Handhabe, gegen den Mörder vorzugehen. Nachdem Gilles de Rais wegen der Entführung eines Großgrundbesitzers beim König in Ungnade fallen war, wurden von den kirchlichen Kommissaren auch Aussagen zu seinen Untaten aus der Bevölkerung zusammengetragen. Im Jahre 1440 fand man bei der Durchsuchung seines Schlosses zahlreiche Leichenteile und Beweisstücke. Erst ab 1440 begannen die Gerichtsinstanzen der Bretagne zu arbeiten. Es gab Ermittlungen und Zeugenaussagen. Aber Jahre lang konnte er ungehindert morden. Kinder, die zu de Rais´ Schloss geschickt wurden, verschwanden, ohne dass dieser sich auch nur Mühe geben musste, diese Tatsache zu verschleiern. De Rais´ fühlte sich anscheinend vollkommen sicher. Immerhin hatte er dieses Geschäft des Mordens an Kindern nunmehr seit acht Jahren betrieben, und er hatte mächtige Gönner. Aber sein Gönner La Tremoilles wurde von Yolanda von Aragon bereits 1433 aus dem Land gejagt. Offensichtlich war dies der Zeitpunkt, von dem an de Rais´ in vollkommene innere Auflösung seiner Kunst geriet und ohne Widerstand ohne Unterbrechung Kinder mordete, ohne belangt zu werden. Er befand sich, wie Reliquet schreibt, in einer "Ekstase des Größenwahns". De Rais begann, sich eine Garde von "mehr als 200 Berittenen mit Pagen und Schildknappen" zu halten und lebte in einem beispiellosen Luxus. 1435, mitten in seinen orgiastischen Massenmorden, beschloss de Rais die Gründung einer prachtvollen Stiftskirche in Machecoul, ausgerechnet "zum Gedenken an die unschuldigen Kinder von Bethlehem, zum Heil und zur Errettung seiner Seele". Ob dies reuevollen Anwandlungen oder einem grenzenlosen Zynismus entsprungen ist, muss dahingestellt bleiben. Jedenfalls stattete de Rais diese Kirche nicht nur mit ungeheurem Pomp aus, sondern unterhielt ein wahres Heer von Geistlichen. Die Kleriker begleiteten ihn auf seinen Reisen, in Chorhemden und sakralen Prunkgewändern. Zeitgenossen fanden dies einen "wider alle Vernunft unmäßigen Aufwand". Offensichtlich erkaufte sich de Rais mit unmäßigen Einkäufen, Ausstattungen und Ausbauten das Schweigen der Handwerker der Umgebung und umgab sich auf Festen und Gelagen mit "nichtsnutzigem Volk". Inmitten dieses orgiastischen Taumels wurde er gesehen, wie er oft "in früher Nacht ganz allein durch die Gassen" schlich. Wenn man mit ihm diskutieren wollte, antwortete er eher wie ein Verrückter als wie ein Mensch, der bei Sinnen ist.
Ab 1435 ging sein Vermögen allmählich zu Ende. Notpfändungen wurden zur Tagesordnung. Seine Erben machen eine Eingabe bei Papst Eugen IV., der die Errichtung der Stiftskirche daraufhin nicht sanktionierte. Der König mischte sich ein. Karl VII. untersagte de Rais´ weitere Veräußerungen von Ländereien. Dieser konnte von nun an überhaupt keine rechtsgültigen Verträge mehr abschließen, außer aber in der Bretagne selbst, die diesem Edikt von Karl VII. nicht unterlag. Gilles verlegte sich ab 1437 wieder ganz auf den Raub als Einnahmequelle. Gelegentlich wurde bekannt, dass er Skelette aus seinem Schloss wegschaffen ließ.

Der Hexenmeister
Angeblich soll sich de Rais in diesen Jahren intensiv mit Alchemie und dunkler Thaumaturgie beschäftigt haben. In den Gerichtsakten ist von einem "gewissen Ritter aus Anjou" die Rede, der wegen "Ketzerei“ gefangen saß und de Rais ein gewisses Buch über die Kunst der Alchemie und die Beschwörung der Dämonen überlassen haben soll. Gilles hat vor Gericht zugegeben, diesen Ritter nicht nur gehört, sondern sein Buch gelesen und diesem zurückgegeben zu haben. Es wird vermutet, dass erste Begegnungen mit diesem "Ritter" schon 1426 stattgefunden haben sollen. Von den zahlreichen "Alchemisten" und Hexenmeistern, die de Rais immer wieder anwarb, sollen zahlreiche nichts als Schwindler gewesen sein. Jedenfalls führte de Rais auch öffentliche alchemistische Experimente in Orleans durch. De Rais bestand vor Gericht darauf, er habe niemals "böse Geister beschworen". Er hätte vielmehr bei seiner Verhaftung kurz vor einem großartigen Durchbruch gestanden, einem "entscheidenden Erfolg". Dennoch suchten seine Bediensteten ab 1434 oft nach "Beschwörern der Dämonen oder bösen Geister" im Lande. Manche dieser "Beschwörer" waren ihm insoweit behilflich, als sie ihm die Opfer zutrieben. Aber es fanden auch offensichtliche dunkle Thaumaturgische Rituale statt, indem "der Kreis und die Schriftzeichen gelegt wurden", mit dem der "Meister Aliboron" beschworen werden sollte. De Rais gestand vor Gericht, er sei bei dieser Art von Beschwörung, wenn man den Teufel sehen, mit ihm sprechen und einen Pakt mit ihm schließen will, dabei gewesen. 1439 lieferte de Rais einem 23jährigen italienischen Magier, einem "tonsurierten Geistlichen", der Poesie, Geomantie und andere Wissenschaften und Künste studiert hatte, in einem Glase Hand, Herz, Augen und Blut eines kleinen Knaben, damit der Dämon nun selbst erscheine. Gilles, der sich verzweifelt zu mühen schien, erschien dieser Dämon, mal dick wie ein Hund, mal in Gestalt eines schönen jungen Mannes, jedoch nie persönlich - soweit aus den Gerichtsunterlagen ersichtlich. Aber Gilles trieb seine sexuell-schwarzmagischen Praktiken immer weiter, denn er rühmte sich manchmal, wie ein Zeuge berichtete, dass er mehr Lust darin findet, Knaben und Mädchen zu töten oder ihnen den Hals abzuschneiden oder sie töten zu lassen und sie schmachten und sterben zu sehen, als wenn er Unzucht mit ihnen triebe. Nur die Kinder seiner Kantorei nahm er aus. Das Blut der anderen aber floss in Mordorgien in Strömen über den Fußboden. Die schrecklichen sexuellen Akte während dieser Gräuel bleiben hier unerwähnt. Es bleibt nur, um den Bezug zu den mexikanischen Mysterien herzustellen, aus den Zeugnissen seiner Mordkumpane zu zitieren, dass de Rais nicht nur die abgeschnittenen Köpfe seiner Opfer küsste, sondern auch "auf grausamste Art" "ihre Leiber öffnen" ließ und sich an dem Anblick der inneren Organe erfreute. Er hatte seine Lust daran, sie sterben zu sehen, und er lachte darüber.

Das Ende
Aber allmählich rückten Gläubiger und Feinde näher. De Rais musste, bevor seine Burg eingenommen wurde, hektisch Leichen und Skelette entfernen lassen. Nach seiner Verhaftung war es de Rais nicht möglich, die große Zahl seiner Opfer zu beziffern. Nur die durch Leichenfunde belegte Zahl belief sich auf 140. Er beschäftigte Kinderfänger und lockende "Hexen", die die Opfer meist aus der ganz armen Bevölkerung rekrutierten. Es waren Vieh hütende Kinder, Kinder von Dienern, Bauern, Kinder, die zum Apfelernten oder Brot holen gegangen waren. All die Jahre über konnte niemand dieser einfachen Leute gegen diesen großen Mann eine Anklage wagen, auch wenn die Beweise schon längst erdrückend wirkten. Und wirklich wurde ihm nur ein plumper Überfall in einer Kirche zum Opfer. Taktierend wich Gilles seinen Gegnern aus, beging seine letzten und furchtbarsten Mordtaten, während in die Anklageschrift wegen des Überfalls nun auch die Morde, "ungeheure Verbrechen", einbezogen werden. Herzog und Bischof handelten nun endlich zusammen, griffen den verschanzten de Rais an und zwangen ihn zur Aufgabe.
Die ab September 1440 begonnenen ernsthaften Untersuchungen förderten Asche von Leichen und Wäschestücke zutage. Der Bischof beauftragte einen Inquisitor, die Ermittlungen weiter zu treiben.
Am 8.10.1440 wurde de Rais förmlich des Massenmordes angeklagt, aber auch der "Dämonenbeschwörung und Ketzerei". Am 15.10. gestand de Rais vor Gericht, angeblich aus freien Stücken. Er bat bald darum, alles sagen zu dürfen, um einer inquisitorischen Befragungsmethode, der "peinlichen Befragung" zu entgehen. Im Nebenzimmer lagen bei seinen Geständnissen die Folterwerkzeuge stets bereit. Doch de Rais redete ohne Unterlass, vielleicht sogar erleichtert. Wehleidig und in beispielloser Weise zynisch und bigott, verlangte er zum Schluss, vor seiner Hinrichtung, dass er öffentlich, "in gemeiner Sprache" - damit auch das Volk verstehen konnte - vernommen werde, zur Ermahnung aller Familienväter, dass sie wachen über ihre Kinder. Seine Schilderungen erschienen den Zuhörern allerdings dann allzu "genüsslich". Am 26.10.1440 wurde de Rais in Biesse am Seile aufgeknüpft. Sein Körper wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit anschließend verbrannt. So Sagt man! Graf Gilles de Hullivier-Laval, Baron de Rais, unlebte weiter. Er nahm eine andere Identität an und nannte sich von nun an Nicephor de Hullivier. Aufgrund seiner Alchemie oder seiner dunklen Künste, keiner kann das genau sagen, schaffte er es sich in Wien als Malkavian zu behaupten. Hullivier ließ aber nach einer Zeitreise, zumindest seine Maske, betreffend seines Clans fallen und schaffte es als Praetor des Clans Toreador sogar bis zum Kanzler der Domäne Wien. Sein Größenwahn flackerte wieder auf, und er wurde sich so sicher seiner Intrigen gegenüber anderer Kainiten, dass er Fehler zu machen begann. Sein leibliches Kind, Michel d´Hullivier, brachte den ungeliebten und gehassten Vater, zu Fall, was den endgültigen Tod des Grafen Gilles de Hullivier-Laval, Baron de Rais, bedeutete. An der Kirche von Saint Étienne de Mer Morte befindet sich eine Gedenktafel mit der Aufschrift:
„Gilles de Raiz, Marschall von Frankreich, drang am Pfingsttage 1440 während des Hochamtes in Waffen an der Spitze seiner Gefährten in diese Kirche ein. Er brachte Jean Le Ferron, einen Geistlichen, in seine Gewalt und kerkerte ihn in seiner nahegelegenen Festung ein. Jean de Malestroit, Bischof von Nantes, lud ihn per Befehl vom 15. September vor. Johann V., Herzog der Bretagne, ließ Gilles bereits am folgenden Tage gefangen nehmen. Er gestand seine Verbrechen, nachdem er gerichtet und verurteilt ward, kam er am 26. Oktober 1440 auf der Biessewiese bei Nantes an den Galgen.“

1425 n.Chr.
Die Geschichte von Max (Maximilian) Baron von Unterlaa, ist eng mit der Geschichte des Ortes Unterlaa verbunden. 1272 kam die Burg Unterlaa in den Besitz des Johanniterordens und wurde dem Ordenspatron, dem Hl. Johannes des Täufers gewidmet. Beim Umbau der Kirche in der Burg nach 1272 wurde die Südseite verlegt und ein Hospiz errichtet, dessen Gebäude nordseitig anschloss. 1275 wurde aus wirtschaftlichen Gründen die Burg samt Kirche und Hospiz zu einer Baronei und weltlichen Besitzern übergeben, die sich ab diesem Zeitpunkt Barone von Unterlaa nannten. Maximilian wurde 1425 geboren und übernahm nach dem Tode seines Vaters, Walter, 1445 Titel und Besitztümer. Maximilian war für seine Zeit ein sehr aufgeschlossener Mann und widmete sich auch Dingen die der Kirche, und insbesondere dem Orden der Johanniter, nicht sehr gefielen. Maximilian lernte alte Sprachen, widmete sich der antiken griechischen Philosophie und stöberte etwas in der Alchemie seiner Zeit. Außerdem war Maximilian ein begnadeter Bauherr, er ließ die Bug ausbauen, die Mauern befestigen und schaffte etliche unterirdische Fluchtwege die nur von Geheimtüren aus begehbar waren. Geschichten besagen das Maximilian bei den Steinmetz arbeiten durchaus auch selbst Hand anlegte. 1465 wurde die Burg von Unterlaa, in den Kriegen mit den Ungarn zerstört. Maximilian, so wird vermutet, ist bei dem Kampf um die Burg gefallen. Aus Maximilian wurde Max, ein Ghul des Clans Nosferatu. Max zog in das befestigte Wien in den Untergrund zu seinem Herren Igor, und diente ihm treu bis zu jenem Tag wo er von Igor an Michel d´Hullivier übergeben wurde, da Igor sich zu Ruhe begab.

1450 n.Chr.
Gründung der Camarilla: Sie hatte nun genug Unterstützung unter den europäischen Ahnen gewonnen, um damit zu beginnen, ihre Autorität zu beweisen. Sie führten Klüngel aus verschiedenen Clans zu Angriffen auf Festungen der Anarchen. In Wien wirkten die Tremere ein großes Ritual um die Stadt zu sichern. Es wurden aber auch sogleich die neuen Strukturen eingeführt. Der neu eingetroffene Brujah „Alexander Häusler“ der Malkavianer „Massimo Belaguna“ und der Gangrel „Swen Tordewald“, die mithalfen gegen die Anarchen zu bestehen, wurden in die Gründung einer provisorischen Wiener Camarilla mit einbezogen.

1453 n.Chr.
Türkenkriege: 1354 fassten die Osmanen (unterstützt durch den Clan der Assamiten) auf der Balkanhalbinsel Fuß, zerstörten am 16. Juni 1389 mit der Schlacht auf dem Amselfeld das serbische Reich (ein Vasallenreich der Tzimisce), besiegten 1396, 1444 und 1448 christliche Heere (meistens vom Clan Ventrue finanzierte Heere) und eroberten am 29. Mai 1453 Konstantinopel (Istanbul), in der Folge begannen sie mit Vorstößen nach Mitteleuropa.

1462 n.Chr.
Corvinus und Dracula

Trotz seines diplomatischen Geschickes wurde Dracula 1462 auf meinen Befehl auf die Hochburg Visegrad nach Ungarn gebracht. Dort führte er ein Dasein als Fürst unter Hausarrest. Dort lernte er die Tochter von Matthias Corvinus kennen und lieben. Corvinus war nicht erfreut über diesen Umstand aber stimmte einer Hochzeit aus politischen Gründen zu. 1476 ließ er den gefangenen Dracula und nunmehr Schwiegersohn wieder frei und Fürst Vlad III. erhielt erneut Amt und Würden als Herrscher über die Walachei. Er sollte für Corvinus die Osmanen fernhalten. Doch seine wiedergewonnene Macht währte nicht lange - ein Jahr später wurde Dracula hinterrücks ermordet, dachte man. Hätte Corvinus damals gewusst welch zweifelhafte Berühmtheit Dracula werden würde, hätte er diesen Tzimisce wahrscheinlich köpfen lassen.

1465 n.Chr.
Morgana Seymoure, Magus von Haus und Clan Tremere, erhält angeblich 1465 den Kuss. Von Etrius persönlich erzogen und protegiert, gelang der Erz Magierin Morgana der steile Aufstieg innerhalb des Machtgefüges von Haus und Clan Tremere.

1466 n. Chr.
Die schwarze Legion - Söldnerheer von Matthias Corvinus

Matthias Corvinus beschränkte die Macht des Hochadels und der Stände, ordnete Verwaltung und Finanzwesen und stellte ein stehendes Heer auf. Die Mittel dazu kamen aus regelmäßigen Steuern und Ungarns reichen Goldfunden. Die Ungarn verfügten zwar über eine gute Reiterei, ihre Infanterie, Kanoniere und schweren Reiter rekrutierten sie aber vorwiegend im Ausland. Den Grundstock hierfür bildeten die überlebenden Zebraken. Obwohl die Söldner durch Ungarn, Deutsche, Böhmen, Serben, Polen und Weißrussen verstärkt wurden, waren ihre bedeutendsten Führer die alten Veteranen der Bruderrotten: Johann und Wilhelm von Tettau, Nicolaus von Haugwitz, Blasius Podmanicky und Franz von Hag.
Das Söldnerheer wurde als "Legio Nigra" (die schwarze Legion) zur wichtigsten Stütze von Corvinus. Sie begleiteten ihn auf allen Kriegszügen und hielten den rebellischen Adel in Schach. Den Namen erhielt es von der dunklen Farbe der Waffen und Rüstungen und den gebräunten Gesichtern der alten Krieger. Man sagte ihnen nach, dass sie Hitze und Kälte gewohnt waren, Hunger und Durst ertrugen und nur ihren König als einzige Autorität anerkannten. Die schwarze Legion erreichte in ihren besten Zeiten eine Stärke von 20.000 Reitern an die 9.000 Fußsoldaten. Die Kosten für dieses Heer waren immens und der Sold konnte nicht immer bezahlt werden. In solchen Fällen griffen die Söldner wie gewohnt zur Selbsthilfe und hielten sich an den besetzten Gebieten schadlos. Im Großen und Ganzen betrachtete Matthias Corvinus die Schwarze Legion als ein hervorragendes Instrument. Er konnte auf die Heeresfolge der unzuverlässigen Magnaten verzichten, trotzdem den Vormarsch der Türken stoppen und zugleich sein Reich durch beträchtliche Eroberungen vergrößern. Mit Hilfe der Legion behauptete er sich 1474 in Schlesien gegen Polen. Im Krieg gegen Österreich erstürmte sie 1487 die Wiener Neustadt. Im nächsten Jahr kämpfte sie siegreich unter Tettau und Haugwitz gegen die Böhmen in Schlesien. Doch das Söldnerheer stand und fiel mit dem König. Das Volk litt unter den erzwungen Abgaben und Plünderungen. Der Adel fühlte sich an den Rand gedrängt und entmachtet. Als die Legion nach dem vorgetäuschten Tod von Corvinus 1490 aus Schlesien und Böhmen zurückkehrte wurden ihr bereits auf dem Marsch von Bürgern und Bauern schwere Verluste zugefügt.

1476 n.Chr.
1476 wurde Cremator, ein Gargyl, erschaffen. Cremator ist der Sklavenmeister und Anführer der Gargylen in Wien und wird persönlicher Leibwächter von Morgana Seymoure. Cremator ist im selben Jahr wie Ferox, ein bösartiger Gargyl der als Anathema gehandelt wird, verwandelt worden und ist auch dessen größter Feind. Für Cremator ist und bleibt Ferox ein Verräter an Haus und Clan Tremere. Cremator hat angeblich die Maske der tausend Gesichter erlernt und ist meistens unauffällig immer in der Nähe von Morgana zu finden.

1485 n.Chr.
Matthias Corvinus (Mátyás Hunyadi, stand unter Einfluss des Clans Nosferatu) eroberte 1485 Wien, nannte sich Herzog von Österreich und residierte bis zu seinem Tod in Wien. Matthias starb am 6. April 1490 in Wien.

Matthias Corvinus
Matthias Corvinus, Mátyás Hunyadi ist am 23.02.1443 in Klausenburg, Cluj, Rumänien geboren. Versuchte Kaiser Friedrich III., der ebenfalls den Titel König von Ungarn führte, in mehreren Kriegen 1477 und 1482 Österreich und die Steiermark abzunehmen bis er 1485 Wien eroberte. Was Matthias Corvinus auszeichnet ist seine berühmte Bibliothek Corvina, sie wurde bei der Eroberung Ofens durch die Türken 1526 in alle Winde zerstreut. Er warf Draculea von 1462 bis 1475 in Budapest in den Kerker und legte den Grundstein der Wiener Hofburg, die dann von den Habsburgern übernommen wurde. Am 6. April 1490 wurde sein Tod durch den Clan Ventrue vorgetäuscht und der Kuss geschenkt. Es kostete dem Clan Ventrue Unmengen an Ressourcen, Michel d´Hullivier, den Nosferatu Mentor des Königs, abzulenken. Mit dieser Tat nahm Antonius die versprochene Rache an Igor und machte einen vom Clan Nosferatu auserwählten König zu einem Kainiten des Clans Ventrue.

Die LÖWENRITTER Sage
Im Jahre 1485 wurde die Kaiserstadt Wien an der schönen blauen Donau von dem Ungarnkönig Matthias Corvinus hart belagert. So lang es ging, hielten sich die Wiener überaus tapfer und mutig, doch brach eine große Teuerung und eine Hungersnot über die unglückliche Stadt herein, und es blieb den Bürgern nichts anderes übrig, als die Stadt dem Ungarnkönig zu übergeben. Matthias Corvinus zog in voller Pracht in Wien ein. Seine ungarische Tracht blitzte von Edelsteinen, und seine Waffen und Rüstung funkelten von weitem. Auch sein zahlreiches Gefolge war mit ebenso verschwenderischer Pracht gekleidet. Und den Schluss des Zuges bildeten mehrere prachtvolle Löwen und Tiger, die nach damaliger Sitte zur Belustigung der hohen Herren gehalten wurden. In einem geräumigen Zwinger der Wiener Hofburg wurden die wilden Bestien untergebracht, und es war die liebste Zerstreuung des Königs Matthias Corvinus, die Löwen zu beobachten. Ganze Stunden brachte er vor dem Zwinger zu, immer wieder die geschmeidige und wilde Grazie der Raubtiere bewundernd.
An einem schönen Märztage des Jahres 1486 fühlte sich Matthias Corvinus nach einem bösen Fieberanfall sehr leidend - er hatte ein kränkliches Aussehen, und peinigende Gichtschmerzen verließen ihn keinen Augenblick. Kainitische Historiker vermuten das Corvinus zu diesem Zeitpunkt zum Nosferatu Ghul wurde. Der Hofarzt bat den König dringend sich zu schonen. Matthias Corvinus fuhr ihn an:
"Warum schickst du mich ins Bett? Mir fehlt nichts! Das Bett ist gut für alte Weiber - aber nimmer für einen König - der ein Löwe sein soll. Ich will vom Krankenbett nichts wissen! Verschafft mir lieber Zerstreuung und Unterhaltung!"
Da sprach Graf Nostiz, einer der böhmischen Edlen am Hofe des Ungarnkönigs:
"Erhabener Herr, gehen wir doch zum Löwenzwinger - es ist bald Fütterungszeit, und da gibt es immer Abwechslung!"
"Du hast recht, Nostiz - begeben wir uns zu unseren gefangenen Brüdern!"
Der König begab sich mit großem Gefolge zu den Löwenkäfigen - vor einem derselben, in dem drei Löwen sich befanden, blieb der König stehen. Die mächtigen Tiere, die schon ihre tägliche Nahrung witterten, streckten mit Gebrüll ihre Pranken durch die Gitterstäbe.
"Diese herrlichen Tiere möchte ich einmal im höchsten Zorne sehen!"
sagte Matthias Corvinus. Da befahl der Schatzkanzler, der dem Grafen Nostiz schon lange Spinnefeind war, dem Löwenwärter:
"Zeigt doch einmal den Löwen ihr Futter, aber gebt es ihnen nicht!"
Der Wärter gehorchte. Er brachte das Fleisch so nahe an den Käfig, dass das Männchen durch das Gitter ein Stück erfassen konnte - während es mit seinem wütenden Gebrüll alles um sich her zittern machte.
"Nun!" sprach der Schatzkanzler: „wäre es doch ein Hauptspaß, Majestät, wenn jemand aus Eurem Gefolge den Mut hätte, dem Löwen seinen fetten Bissen wieder zu entreißen. Im grauen Altertume gab es gar viele Helden, die dergleichen ausführten, nur um ihren hohen Herren zu gefallen !"
Da sprach der König Matthias Corvinus: "Der Einfall ist fürwahr nicht schlecht! Dich, Nostiz, halte ich für den Kühnsten unter meinen Rittern du hast schon viele Kämpfe bestanden. Wag doch einmal einen Strauß mit einem Löwen!"
"Nostiz vermag alles!"
riefen die Umstehenden, doch der hinterlistige Schatzkanzler schüttelte zweifelnd das Haupt:
"Ich zweifle nicht an dem Mute des kühnen Grafen Nostiz, doch zweifle ich sehr, dass er dies zu tun imstande ist!"
Darauf rief der König gereizt:
"Ich wette, daß er es tut! Geh, Nostiz, zeige, dass du der Held bist, für den ich dich halte."
Graf Nostiz, der schlank und biegsam war wie ein junges Reis, war dabei stark wie eine junge Eiche, und seine Körperstärke war von allen gefürchtet. Nun sah Nostiz alle die kalten, hohnlächelnden Blicke seiner Neider auf sich gerichtet, rasch entschlossen zog er sein Schwert aus der Scheide und betrat furchtlos und kühn den Zwinger, in dem die drei Löwen sich um das Fleisch balgten.
"Her mit dem Raube!"
schrie er die Tiere an. Die Löwen erhoben sich drohend und ließen ein dumpfes Gebrüll hören. Nostiz trat aber kühn zwischen sie, entriss ihnen das Fleisch und verließ festen Schrittes den Zwinger.
Als der junge Graf die eiserne Gittertür hinter sich zuschlug, wurde er von allen Leuten umringt und beglückwünscht. Er aber wich zurück, und bleichen Antlitzes, eine Träne im Auge, legte er die Beute vor des Königs Füßen nieder.
"O Herrl" sprach er zu Matthias Corvinus gewandt, "warum setztest du das Leben eines treuen Dieners in so freventlicher Weise auf das Spiel? In unzähligen Schlachten und Turnieren bewies ich dir meinen Mut - der heutige Scherz war zu ernst! Spaße so mit einem andern! Ich verlasse deinen Dienst!"
Spornklirrend verließ Nostiz den kaiserlichen Burggarten. Matthias Corvinus sah ihn nie wieder - denn Nostiz trat in den Dienst des Königs von Polen. Seit jener Begebenheit führte Nostiz den stolzen Beinamen: der Löwenritter.

1486 n.Chr.
Die Camarilla ruft die Blutjagd auf den Clan der Assamiten aus.

Die Eroberung von Wr.Neustadt
Matthias Corvinus eroberte damals in rascher Folge Städte und Märkte im nördlichen und südlichen Niederösterreich. Nachdem ihm 1485 auch die Wiener die Tore geöffnet hatten, begann er zu Beginn des Jahres 1486 mit der Belagerung der Lieblingsresidenz Kaiser Friedrichs III. Der Kaiser und seine Familie sowie der gesamte kaiserliche Hofstaat weilten zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr in Wiener Neustadt - zum letzten Mal hat Friedrich III. 1483 hier beurkundet. Das erfuhr Corvinus aber leider zu spät.

Im Jänner 1487 lagen 20.000 Mann, die von Corvinus selbst befehligt wurden, vor Wiener Neustadt. Da sich jedoch allmählich zeigte, dass die von den Bürgern sowie der Burgbesatzung unter Hauptmann Hans Wulferstorfer äußerst tapfer verteidigte Stadt mit Waffengewalt nicht einzunehmen war, verlegte sich Corvinus auf‘s Aushungern und erreichten damit sein Ziel. Die Wiener Neustädter, die lange vergeblich auf das von ihnen erflehte kaiserliche Entsatzheer gewartet hatten, gaben schließlich auf. Nach Unterzeichnung einer "Capitulatio" öffnete die Stadt Wiener Neustadt am 17. August 1487 den Truppen von Matthias Corvinus die Stadttore und der König hielt feierlich Einzug.
Corvinus erwies sich als überaus ritterlicher Sieger, er respektierte die Rechte der Bürger, bestätigte ihre alten Privilegien und vermehrte diese sogar noch um einige neue. Ein reich verzierter, vergoldeter silberner Deckelpokal, der "Corvinusbecher", war einer alten Tradition zufolge ein Geschenk des Königs an die tapferen Wiener Neustädter Bürger.

19. August 1493 n.Chr.
In Linz wird der Tod des Habsburger Kaisers Friedrich III. vorgetäuscht und empfängt von Antonius (Ventrue) den Kuss. Der leere Sarg Friedrichs des III. wird offiziell im Stephansdom beigesetzt. Gleichzeitig wird im englischen Thorns der Dornenvertrag und in Mailand der sogenannte Mailänder Kodex unterzeichnet, der das Ende der Anarchen-Revolte einleitet. In Wien wird das erste Konklave der Camarilla abgehalten in der die Wiener Camarilla ihre endgültige Struktur erhalten soll. Etrius tritt als Primus der Stadt zurück um den fast einstimmig gewählten Ventrue Friedrich III. (der Clan Nosferatu hat dagegen gestimmt) als Prinzen einzusetzen. (Insgeheim bleibt die Macht aber bei den Tremere die durch ihre Blutmagie immer stärker werden)

1. Fürst von Wien: Friedrich III. von Habsburg (Clan Ventrue, Child von Antonius)
1. Praetoren: Tremere: Morgana Seymoure (Mündel von Etrius); Toreador: Maria Sanchez de la Luna; Brujah: Alexander Häusler (der Held der Anarchen – Revolte); Nosferatu: Igor Dimitri Iwanowitsch, Graf von Goschen, Freiherr zu Czimishlija; Malcavian: Massimo Bellaguna;
Gangrel: Swen Tordewald (der alte Wikinger); (Anfänglich übernahm der Prinz auch die Aufgaben des Praetors das sich aber im laufe der Zeit änderte)

19. August 1493 Notiz von Igor Dimitri Iwanowitsch, Clan Nosferatu
Heute wurde das erste Konklave der Wiener Vampire abgehalten und der neuen Vereinigung die sich Camarilla nennt eine Struktur verliehen. Der Ventrue Friedrich der III. wurde zum Fürsten gewählt. Ich stimmte gegen diese Wahl da ich mir dachte dass der Tremere Etrius seine Aufgabe bis jetzt sehr gut gemacht hatte. Überall wo sich die Camarilla gründete wurde der Titel Prinz eingeführt, außer in Wien. Der Ex Kaiser Friedrich bestand auf den Titel Fürst, mit einem Prinzentitel würde er degradiert werden. Die Ironie an dem ganzen war das ebenfalls Heute die Beisetzung des Sarges von Friedrich III. im Stephansdom stattfand.

1499 n.Chr.
Im Spätmittelalter war die Burg Grellenstein offiziell im Besitz der Familie Dachpekher da man das Gildehaus dadurch gesichert wissen wollte. Die Wehrburg, zu dem sich die Wasserburg entwickelt hatte, fiel aber dann an die aus Oberösterreich stammende Familie Volkra, von denen sie 1534 Hans Lorenz von Kuefstein erwarb, der mit Barbara Volkra verheiratet war. Das Gildehaus wurde aufgegeben und Maximilian Ritter von Grello zog in Richtung Osten da es auf die Heretiker des Hauses Tremere aufmerksam wurde, sie hatten angeblich das Geheimnis der Unsterblichkeit gelöst, befanden sich aber noch immer im Krieg mit den anderen Magus des Ordens. Was Maximilian Ritter von Grello aber egal war, sein Leben hatte er der Forschung verschrieben.

23. Mai 1499 n.Chr.
Das geheime Concilium der Praetoren, unter Zustimmung des Fürsten, entschließt sich ein Gesetzblatt aufzulegen, das auf den Traditionen der Camarilla basiert, in dem das kainitische Leben in Wien geregelt wird. Der Grundstein zum „Wiener Vampir Gesetzblatt“ war gelegt. Unter dem Namen Kodex Imperialis wurden die Vampir Gesetze nieder geschrieben. Als aller erstes wurden die Richtlinien für Zweikämpfe festgelegt. (im heutigen Vampir Gesetz Blatt, kurz VGB, ist das der §7)

1. Mai 1500 n.Chr.
Unter dem Druck und der immer näher rückenden Bedrohung aus der islamischen Welt wird das „Innere Kabinett des Erz-Fürsten" ins Leben gerufen. Am ersten Mai 1500 besteht dies aus dem Erz-Fürsten (Friedrich III. von Habsburg), Dem Kanzler (Morgana Seymoure) und einem Berater (Graf Igor Dimitri Iwanowitsch) des Fürsten. (im heutigen Vampir Gesetz Blatt, kurz VGB, ist das der §8)

1502 n.Chr.
Der Ghul des Erz-Fürsten Matthias Corvinus, Fast jeder Kainit der Domäne Wien kennt Johann, den getreuen Ghul des Erzfürsten, doch kennen sie ihn wirklich, oder glauben sie das nur? Wir müssen etwas ausholen, aber ich glaube wir bekommen das hin, beginnen wir mit einem Zeitsprung. Es ist historisch verbürgt, dass zur damaligen Zeit angesehene Bürger mit hohen Ämtern in der Stadt Wien in der Seilergasse lebten. So hatten beispielsweise der Ratsherr Wolfgang Zeller, der Stadtrichter und Grundbuchverwalter der Stadt Laurenz Taschendorfer und der Kanzler des Kaisers Friedrich III., Johann Waldner, ihren Wohnsitz in der Seilergasse. Über den Kanzler Johann Waldner ist eine Geschichte überliefert, die in Zusammenhang mit der kurzzeitigen Herrschaft des Ungarnkönigs Corvinus über Wien 1485 bis 1490 in Zusammenhang steht: Bereits im Jahr 1477 kam es zu einem Streit um die ungarische Krone zwischen dem Ungarnkönig Matthias Corvinus und dem deutschen Kaiser und Erzherzog von Österreich Friedrich III. In Folge dessen fiel der ungarische König mit seinen Truppen in Niederösterreich ein. Nach mehrmaliger und schließlich zweijähriger Belagerung gelang es Matthias Corvinus 1485, die Stadt Wien einzunehmen. Corvinus zog in Wien ein und residierte hier bis zu seinem, für die Menschen, plötzlichen Tod im Jahr 1490. Während seiner Zeit in Wien wohnte Corvinus mit seinem Gefolge jedoch nicht in der Hofburg, sondern in einem Gebäudekomplex zwischen der Kärtnerstraße und der Seilergasse, der in zeitgenössischen Quellen als besonders großzügig und fürstlich ausgestattet beschrieben wurde. Es handelte sich hierbei um die Wohnanlage des oben erwähnten Kanzlers Johann Waldner. Dass er dem Widersacher Friedrichs III. eine Herberge gegeben hatte, soll laut Überlieferung den kaisertreuen Kanzler Johann Waldner so sehr beschämt haben, dass er aus Angst vor einer Verurteilung, da er des Hochverats bezichtigt wurde, offiziell 1502 den Freitod wählte. Das mit der Angst kann schon stimmen, doch Johann Waldner starb nicht sondern wurde einfach zu Johann, dem Ghul des Erz-Fürsten. Seit diesem Zeitpunkt ist Johann eine Institution um den Erz-Fürsten geworden, dessen Geschichte so manchen jungen Vampir ins Staunen versetzt. Als nach dem vorgetäuschten Tod des Kanzlers das Haus an den Jagdverwalter von Wien weiterverkauft wurde, bestimmt dieser, die Hausfassade des Komplexes mit aufwändigen Szenen einer Hasenjagd umzugestalten, damit nichts mehr an die unglückselige Geschichte des Johann Waldner und den Ungarnkönig erinnert.

Kaiserliche Auftrag
"er solle auch in dasselb haus artig malen lassen, nemblich jäger, pawrn, hasen, hunt und ander tier, so Fridrich Jäger obgemelt zu verwaren hat, auch ein panker von hasen und hunden die miteinander tanzen, singen und ander spill treiben, und daz sie die fuchs und luchs todten, zerschratten, praten und in ander weg kochen und verpanketieren, und ein pheifer dabei der inen zu tanz spiell, damit des Waldners namen durch solh seltzman gemäll vergessen und furan daz Hasplhaus genannt werde".

31. Dezember 1502 n.Chr.
Der 31.12.1502 ist ein derartig turbulenter Abend betreffend Streit um das Fürstenamt, das die Erwähnung aller Namen die beteiligt waren zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Hier ein kleiner Abriss der Geschehnisse:
Der Amtierende Fürst ignorierte alle Ratschläge von seinen Beratern und versuchte ein Intrigenspiel um seinen ärgsten Gegner, den Praetor des Clans Toreador, auf elegante weise zu vernichten. Aus Gelegenheit benutzte er das Fest des Kanzlers. Doch aus diesem Fest wurde ein Gemetzel. Der Fürst klagte den Toreador Praetor an einen Menschen auf offener Straße unter Beobachtung anderer Menschen getötet zu haben. Bevor der Toreador Praetor noch zu Worten der Verteidigung kam wurde ihm vom Fürsten der Kopf abgeschlagen. Die Praetoren zuckten vor entsetzen zusammen, und beriefen sofort und auf der Stelle ein geheimes Concilium ein um sich mit dem Fürsten zu beraten. Der Fürst blieb bei seiner Aussage dass der Toreador Praetor des Bruches der Traditionen strafbar gemacht hat. Der Praetor des Clans Nosferatu zweifelte aber an den Worten des Fürsten, da er so eine Missetat sofort mitgeteilt bekommen hätte. Als Mann von Ehre, bevor das geheime Concilium etwas dagegen tun konnte, trat er von seinem Amt zurück. Der Praetor des Clans Brujah trat hervor und stellte sich den Praetoren zur Wahl als neuer Fürst der Stadt. Alle außer einen, nämlich der Praetor des Clans Malkavian, waren für den Praetor des Clans Brujah. Diese Wahl endete in einem Zweikampf indem der Praetor des Clans Malkavian schmerzlich und recht schnell erfahren musste dass ihm seine Einwände förmlich von den Schultern gerissen wurden. Doch der Praetor des Clans Brujah ging auch nicht leer aus, es schien als ob der Wahnsinn der Malkavians ihm den letzten funken Verstand rauben würden. Da witterte der Ex Fürst des Clans Ventrue seine Chance und forderte abermals zu einem Zweikampf. Noch verwirrt von seinen unfreiwilligen Eindrücken verlor auch er seinen Kopf. An diesem Abend verloren drei wertvolle Mitglieder der kainitischen Gesellschaft im Kampf um die Macht über Wien ihr Unleben. Der Ventrue wurde von den noch anwesenden Praetoren, schnell vor Sonnenaufgang, einstimmig gewählt und eine Sitzung für den nächsten Abend anberaumt. Der alte und neue Erz-Fürst hieß Friedrich III. von Habsburg, und seine schlaue Intrige ging auf.

1. Jänner 1503 n.Chr.
Auf Grund zahlreicher Herausforderungen um das Amt des Erz-Fürsten wird im VGB der Punkt „Recht der Herausforderung“ verankert! Gerüchte behaupten das es genau aus diesem Grund keinem gelungen ist den Fürsten zu stürzen. (im heutigen Vampir Gesetz Blatt, kurz VGB, ist das der §5)

1505 n.Chr.
Ein viel versprechender Ventrue namens, Jan Niels Ragnar Rothoejen, kommt nach Wien. 1529 wird er unter dem Toreador, und Obersthofmeisters (Hüter des Elysiums), August Emmer, Erz-Fürstlicher Zeremonienmeister (Harpyie von Wien). In den 210 Jahren in denen er in Wien verbleibt erlebt Jan Niels, in Amt und Würden, die Kuruzzeneifälle, 1682 bis 1683 die 2. Türkenbelagerung Wiens und die für den Clan Ventrue schmerzlichen Spanischen Erbfolgekrieg. Jan Niels schafft sich in diesen Jahrhunderten viele Freunde, wie den Nosferatu Praetor, Igor Dimitri Iwanowitsch, Graf von Goschenko Freiherr zu Czimishlija, aber leider auch Feinde. Bevor er die Stadt, wegen höheren Zielen 1715 verlässt, wird er in den Stand eines Ahnen erhoben.

1515 n.Chr. Wiener Fürstentag (Kongreß)
Unter dem Vorwand eines Treffens Kaiser Maximilians I. mit den Jagiellonen Wladislaw von Böhmen und Ungarn (Ventrue) sowie Sigismund von Polen (Ventrue) konnten die Vampire des Clans Ventrue in Ruhe ihre Meinungsverschiedenheiten und Reibereien beilegen und ihre Macht zu Gunsten der Camarilla in Europa festigen. Nach Vorverhandlungen in Preßburg wurden am 20. Mai 1515 die Vorverträge unterzeichnet. Am 16. Juli trafen sich die Herrscher auf einem Hügel bei Trautmannsdorf a. d. Leitha, und am 17. Juli erfolgte der Einzug in Wien, der von den Tremere vorbereitet wurde. Am 19. Juli begann der Kongress in der Hofburg, am 20. und 21. Juli folgten die Schluss Verhandlungen. Prinz Ludwig von Ungarn wurde von Maximilian I. adoptiert und zum Generalreichsvikar bestellt. Mit dem Polenkönig schloss Maximilian einen Friedens- und Freundschaftsvertrag. Die meisten Verträge wurden auf den 22. Juli 1515 datiert, an dem die Doppelhochzeit gefeiert wurde. Am 28. Juli 1515 fand die feierliche Schluss Kundgebung in Wien statt, den Abschluss bildeten ein Besuch in Wiener Neustadt. Den Kongress, der nicht weniger als ein Feldzug kostete, finanzierte J. Fugger (Ventrue). Der Erfolg der Heiratspolitik Maximilians schuf die Grundlage für den Aufstieg Österreichs zur europäischen Großmacht.

28. Juli 1515 Notiz von Igor Dimitri Iwanowitsch, Clan Nosferatu
Ich dachte schon die Ventrue würden sich gegenseitig vernichten aber heute fand eine Schlusskundgebung statt indem sich die Böhmen, Ungarn, Polen und Wiener wieder vertrugen und sogar Heirateten und Freundschaftsverträge abschlossen. Ein Ventrue Ghul sprach von zukunftsweisenden Verträgen die der Camarilla in Europa Macht versprechen. Was auch immer. Die Menschenfürsten sind anschließend nach Wiener Neustadt aufgebrochen und haben das ein oder andere Delegationsmitglied in Wien gelassen. Mal sehen was die so wissen? Und Hunger hätte ich auch schon wieder. Esse ich heute Böhmisch, Ungarisch oder Polnisch?

1516 n.Chr.
Ein Nosferatu Ancilla namens Drachinides kommt in die Stadt und bittet um das Privileg in der Stadt bleiben zu dürfen. Er wird vom Clan aufgenommen und mit der Zeit wird er vertrauter des Ahnen Igor. Drachinides spezialisiert sich auf das verdeckte Spionieren und liefert somit immer wieder Lösungen für so manches Problem. Drachinides war ein Magus Mechanikus, und als solcher mit den Mechaniken des antiken Griechenlands bewandert. Seine Aufzeichnungen und Unterlagen sind heute noch von unschätzbarem Wert für alle Magus Mechanikus. Als er aber von einem Magier namens Mentorius erzählt, er hatte alte Fragmente über ihn gefunden, und das dieser das Reisen in der Zeit beherrscht, fällt er im Ansehen in der kainitischen Gesellschaft.

Um 1517 n. Chr.
Etrius wird das erste Mal mit einem silbernen Symbol, das er um den Hals trägt, gesehen. Es ranken sich Gerüchte um diesen Halsschmuck, einige behaupten es sei Magisch und habe mit dem Schutz von Wien zu tun, andere wiederum behaupten es handle sich um ein Zeichen seiner Clansinternen Macht.

Bis 1519 n.Chr.
Maximilian I. (Ventrue, von seinem Vater bevormundet), geboren am 22. März 1459 in Wiener Neustadt (NÖ), gestorben am 12. Jänner 1519 in Wels (OÖ), Kaiser, Sohn von Kaiser Friedrich III. (Ventrue, der seinen Sohn, als erster Prinz von Wien, bei der Durchsetzung der Interessen des Clans Ventrue unterstützte), Nach der Heirat mit Maria von Burgund 1477 lebte er in den Niederlanden, (um der Bevormundung seines Vaters zu entgehen) wo er bis 1493 (Frieden von Senlis) das burgundische Erbe seiner Kinder sicherte. 1486 zum römischen König gewählt, erwarb er 1490 von Erzherzog Sigmund Tirol und die Vorlande (durch Adoption und Verzicht), eroberte nach dem Tod von Matthias Corvinus Niederösterreich zurück, beerbte 1493 seinen Vater und vereinigte damit alle habsburgischen Länder. In Trient ließ er sich 1508 zum "Erwählten Römischen Kaiser" ausrufen. Er machte den Erbvertrag von 1463 für die Erwerbung von Böhmen und Ungarn geltend und sicherte diese beim Wiener Fürstentag 1515 durch Heiraten. Nach einem Krieg gegen Venedig (ein offizieller Krieg gegen die Familie Giovanni) 1508-16 behauptete er Rovereto, Riva und Ala, Tirols Süd-Grenze bis 1918.